SAVE. EN Spenden

Projekte

Sieben laufende Projekte in fünf Risikofeldern. Alle folgen derselben Methode: Lücken kartieren, die richtigen Menschen verbinden, im richtigen Moment liefern.

Laufend seit 2024

Klimakipppunkte: Von der Wissenschaft in Ministerien, Bundestag und EU-Kommission

Sieben von neun planetaren Grenzen sind überschritten (Planetary Health Check 2025). Laut Global Tipping Points Report 2025 haben Warmwasserkorallenriffe ihren thermischen Kipppunkt bereits überschritten; dass die Atlantische Umwälzzirkulation (AMOC) ihren Kipppunkt schon passiert hat, können die Autor*innen nicht ausschließen. Einmal gekippt, sind diese Systeme auf jeder politisch relevanten Zeitskala praktisch unumkehrbar. Trotzdem plant Europa Klimapolitik und Klimaanpassung weiterhin für ein Klima, das sich allmählich verändert. Genau diese Lücke schließen wir.

Weltkarte der Teile des Erdsystems, die Kipppunkte aufweisen
Kippelemente im Erdsystem. Quelle: Global Tipping Points Report, University of Exeter.

Bundesregierung

Auf Initiative von SAVE haben Kipppunktforscher*innen im Mai 2025 Mitarbeitende zweier Bundesministerien in einem vierstündigen Workshop zu planetaren und sozialen Kipppunkten gebrieft. Als im Oktober 2025 der neue Global Tipping Points Report erschien, sind wir sofort auf das Bundesentwicklungsministerium zugegangen: BMZ und GIZ luden daraufhin in Kooperation mit SAVE drei Leitautor*innen des Reports ein, die über 40 Mitarbeitende brieften. Das BMZ plante im Anschluss ein Folgeformat.

Bundestag

Eine Woche nach Erscheinen des Reports debattierte der Bundestag in einer Aktuellen Stunde erstmals über Klimakipppunkte, mit Redner*innen aller demokratischen Fraktionen. Wir hatten uns, gemeinsam mit vielen anderen, lange dafür eingesetzt, das Thema auf die parlamentarische Agenda zu bringen.

Europäische Kommission

Treffen mit EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra in Brüssel und auf der COP30 in Belém, darunter ein sechsstündiger Arbeitstag in der Kommission. Für die DG CLIMA und das Kabinett Hoekstra haben wir ein zehnseitiges Policy-Memorandum mit Executive Brief zu sechs Regulierungsinstrumenten verfasst und rund 100 konkrete Empfehlungen an Mitarbeitende der DG CLIMA übergeben. Daraus ist ein fortlaufender Dialog mit dem EU-Verhandlungsteam entstanden.

UN-Klimaverhandlungen

Auf der COP30 waren wir an Side Events zu planetaren und sozialen Kipppunkten beteiligt. Im Anschluss arbeiteten wir mit Prof. Tim Lenton und dem Team der COP30 Action Agenda daran, den Global Tipping Points Report in Politikprogramme zu übersetzen. Bei den Zwischenverhandlungen in Bonn (SB64, Juni 2026) haben wir uns im Gespräch mit dem COP30-Präsidenten dafür eingesetzt, die globale ethische Bestandsaufnahme (Global Ethical Stocktake) operativ wirksam zu machen.

Positive Kipppunkte

Gemeinsam mit dem Klimajournalisten Toralf Staud bringen wir Evidenz zu positiven Kipppunkten in der Mobilität, etwa aus Norwegen, Denver, Frankreich, Taiwan und China, ins Bundesumweltministerium.

Als Nächstes

COP31 in Antalya (November 2026) und der EU-Gesetzgebungsprozess zur Klimaresilienz. Gemeinsam mit Climate-KIC, Revive Earth und dem European Environmental Bureau setzen wir uns für die Umsetzung des Global Tipping Points Report ein. Mit europäischen Partnerorganisationen bereiten wir zudem ein mehrjähriges Projekt vor, das Klimaanpassung in Europa kipppunktfest machen soll.

Mehr dazu: Wie SAVE Kipppunktforschende und Politik zusammenbrachte.

Laufend

SAVEadvise & connections: Strategieberatung und Vernetzung

Wir beraten Organisationen und Einzelpersonen strategisch, vermitteln Funding und öffnen Türen zu Entscheidungsträger*innen und Partnerorganisationen. Grundlage ist unsere Akteurslandkarte: Wer hält welches Wissen, welche Beziehung, welches Mandat?

High-Impact-Organisationen, denen wir bereits Funding vermittelt haben, sind beispielsweise nationaler-risiko-gipfel.de, MapOfChange.org und rightsroots.org.

Beratungsrunde an einem langen Tisch
Beratungssession von SAVE

Zudem haben wir hinter den Kulissen bei unseren regelmäßigen mehrtägigen Beratungssessions in Berlin im Ecosia-Büro die Verantwortlichen vieler einflussreicher Organisationen erfolgreich strategisch beraten und mit Mächtigen und Partnerorganisationen vernetzt:

  • PRÜF: Danach erreichten sie ihr Ziel, die GFF-Studie effektiver zu nutzen, und die Ministerpräsidenten von NRW und Baden-Württemberg stellten sich hinter ihre Forderungen.
  • Nationaler Risikogipfel von Scientists4Future: ein Event für Bundestagsabgeordnete, für das wir u.a. Johan Rockström als Speaker gewinnen konnten. Dank SAVE erhielten sie zudem Ehrenamtliche, Medienpartner, Verbündete und Räumlichkeiten in Berlin.
  • Projekt 2045 e.V.: ein Verein, der alle mit Klimaschutz-Expertise in der SPD versammelt und das Parteiprogramm von innen beeinflusst (projekt-2045.de).
  • World Youth for Climate Justice: für ihre Kampagne zum Gutachten des Internationalen Gerichtshofs mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Individuen, die wir bereits erfolgreich beraten haben, sind beispielsweise Sebastian Klein, Katja Diehl, Ruth von Heusinger, Maylis Roßberg, Luisa Neubauer und Jill Berger.

Mit SOFIA (Systemic Organisations Funding & Impact Advice Collaborative) haben wir zudem einen Fonds mitinitiiert, der flexible Förderung an wirkungsstarke zivilgesellschaftliche Organisationen weiterleitet.

Beratung anfragen: 10-Minuten-Termin
Teilnehmerin schreibt bei einem Workshop auf ein Flipchart
Aus einem unserer Advocacy-Trainings
Laufend, buchbar

Lobbytrainings: Wir bereiten die Menschen vor, die im Raum sitzen

Viel politische Wirkung entsteht durch andere: durch die Menschen, die ein Argument in einen Raum tragen, den wir selbst nicht betreten. Deshalb geben wir das Wissen aus über 200 Gesprächen mit Abgeordneten und EU-Beamt*innen als übertragbare Fähigkeit weiter.

  • Advocacy-Trainings für die Global Youth Coalition (mit der Smith School der University of Oxford), Oxford Net Zero und den ADFC, mit Fokus darauf, Entscheidungsträger*innen in laufenden Politikfenstern zu erreichen.
  • „How to COP“-Briefings für Neueinsteiger*innen auf UN-Klimakonferenzen und Persona-Briefings, etwa für Aktivist*innen aus den am stärksten betroffenen Regionen (MAPA) vor ihrem Treffen mit Minister Robert Habeck im Deutschen Pavillon.
  • Debattenvorbereitung für Maylis Roßberg, Spitzenkandidatin der Europäischen Freien Allianz, für die im Fernsehen übertragene Maastricht Debate (April 2024).
  • Gesprächsvorbereitung, etwa für Luisa Neubauer vor ihrem Treffen mit MdEP Peter Liese zum EU-Emissionshandel.
Training anfragen
Im Aufbau, Förderung gesucht

KI-Governance: Macht über KI in Europa demokratisch kontrollierbar halten

Ein Großteil der Forschung zu KI-bedingter Machtkonzentration richtet sich auf die USA. Die EU gehört zu den wenigen demokratischen Rechtsräumen, die regulatorische Reichweite mit aktiver Industriepolitik für Rechenkapazität verbinden, und viele relevante Entscheidungen fallen jetzt. Wer sie trifft, begegnet selten den Menschen, die erforschen, wie fortgeschrittene KI Macht konzentrieren kann. Über den AI Act hinaus arbeiten wir an vier Hebeln:

Symbolbild: KI und EU-Sterne
  • Rechenkapazität: wo Europas KI-Infrastruktur gebaut wird und wer sie kontrolliert (Chips Act 2.0, Cloud and AI Development Act).
  • Aufsicht über KI in Staat und Sicherheit: Kontrolle und Befehlsketten beim Einsatz von KI in Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Verteidigung.
  • Politische Ökonomie: wie die Wertschöpfung von Frontier-KI erfasst und verteilt wird, bevor wenige Konzerne den Großteil davon halten.
  • Schutz der Demokratie: überparteiliche Schutzmechanismen gegen KI-gestützte Massenmanipulation und Überwachung, auch bei der Durchsetzung von Digital Services Act und Digital Markets Act.

Dafür entwickeln wir mit Fachleuten konkrete Mustervorschriften, bringen sie in vertraulichen Roundtables in Brüssel und Berlin rechtzeitig an die richtigen Schreibtische und pflegen eine offene Akteurslandkarte der Beziehungen zwischen Politik und KI-Industrie. Grundlage ist unser Papier zu einem EU AI Safety Settlement mit zwölf Gesetzgebungsforderungen. Alle Ergebnisse werden öffentlich zugänglich sein.

Dieses Projekt fördern
Atompilz eines historischen Kernwaffentests
Laufend, Förderung gesucht

Nuklearwaffenpolitik in Europa: Vorbereitet sein, bevor sich das Fenster öffnet

Ende 2025 haben wir das Feld der europäischen Nuklearwaffenpolitik kartiert und eine konkrete Lücke gefunden: Sorgfältige, kritische Forschung zu Abschreckung und Eskalation erreicht eine Debatte nicht, die sich schnell verhärtet. Nukleare Abschreckung gewinnt in westlichen Hauptstädten neue Legitimität, und ihre Risiken werden immer seltener überhaupt benannt.

Daraus ist ein Roundtable von Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich entstanden, den wir mitorganisieren. Er tagte im Juli und September 2026 unter der Chatham House Rule und trifft sich seitdem alle sechs bis acht Wochen. Im Zentrum stehen sogenannte Wildcards: plausible Ereignisse, die die Debatte plötzlich öffnen, etwa eine Wiederaufnahme von Atomtests. Solche Fenster sind kurz, und fundierte Analysen lassen sich nicht in wenigen Stunden schreiben. Die Gruppe denkt Szenarien deshalb im Voraus durch und klärt, welche Verbindungen, Stimmen und Medien nötig sind, um Entscheidungsträger*innen rechtzeitig zu erreichen. Dabei verknüpfen wir die Nukleardebatte mit Demokratie, Klimakrise und planetaren Grenzen.

Nächster Bezugspunkt ist die erste Überprüfungskonferenz des Atomwaffenverbotsvertrags in New York (30. November bis 4. Dezember 2026). Mit einer Förderung finanzieren wir bezahlte Organisation, eine Kartierung von Entscheidungsträger*innen und Narrativen sowie Policy Briefs aus den Wildcard-Diskussionen.

Dieses Projekt fördern
Förderung gesucht

EU-Klima- und Energiedelegation nach China 2027

15 bis 20 europäische Klima- und Energieexpert*innen reisen für zwei Wochen nach China, um dauerhafte Zusammenarbeit auf Arbeitsebene aufzubauen.

15 bis 20Expert*innen aus Klimapolitik und sauberer Energie
2 Wochen20. März bis 3. April 2027
PekingBestätigt: Peking- und Tsinghua-Universität, Thinktanks, Clean-Energy-Unternehmen
62.000 €gesuchte Förderung

Europas grüne Transformation hängt an chinesischen Lieferketten für Batterien, E-Autos und kritische Rohstoffe, während Chinas Clean-Tech-Exportboom davon abhängt, dass andere Länder grüne Technologien einsetzen. Europa wiederum hat Politikerfahrung, die China sucht, vom CO2-Fußabdruck über Naturschutz und Chemikalienregulierung bis zur Flexibilität von Stromnetzen. Trotzdem fehlt EU-Institutionen und Zivilgesellschaft China-Expertise aus erster Hand. Während die politische Ebene unter Druck steht, etwa durch CBAM und EU-Zölle auf E-Autos, trägt die technische Zusammenarbeit weiter: Die EU unterstützt Chinas Emissionshandel seit fast zwei Jahrzehnten.

Fünf Personen stehen nebeneinander in einem hellen Büro
Schon vor der Delegation: Wir haben den CEO eines chinesischen Wärmepumpenherstellers mit Agora Energiewende, dem GreenTech Festival und der Stadt Hamburg vernetzt und auf einem Wärmepumpenkongress in China öffentlich verfügbare Best Practices vorgestellt.

Themen

CO2-Märkte und CBAM, Mobilität, Landnutzung, Methan, kritische Rohstoffe und Lieferketten, Netzflexibilität und Integration erneuerbarer Energien, Clean-Tech-Produktion und Handel sowie Krisenmanagement.

Ergebnisse

  • Ein frei zugänglicher Bericht auf Englisch und Deutsch.
  • Zwei vertrauliche Debriefings in Brüssel und Berlin mit Vertreter*innen von EU-Institutionen und nationalen Ministerien mehrerer Mitgliedstaaten.
  • Ein Alumni-Netzwerk für den weiteren Austausch. Die Delegation ist als jährlicher Austausch angelegt.

Organisation und Unabhängigkeit

Die Delegation wird von Nachwuchsführungskräften aus dem Klima- und Energiesektor gemeinsam mit SAVE und der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Verständigung (GDCV) organisiert. SAVE verwaltet die Mittel auf einem zweckgebundenen Konto mit externer Buchhaltung und stellt Zuwendungsbestätigungen aus. Keine Seite liest den Bericht vor Veröffentlichung gegen.

So können Sie unterstützen

Stiftungen können ab 4.000 € eine teilnehmende Person fördern, ab 7.500 € zwei Personen, die sonst im Raum fehlen würden, oder als Programmpartner*in (10.000 €) bzw. Lead-Förderer*in (25.000 €) einsteigen. Europäische Unternehmen können Mitarbeitende entsenden oder Sachleistungen beitragen. Zwei Dinge tun wir nicht: Wir verkaufen keine Empfehlungen, und die Reise lässt sich nicht als klimaneutrale Aktivität ausweisen.

Die Delegation unterstützen
Laufend seit Oktober 2026

Deutsche Klimafinanzierung sichtbar machen: mit IKI und ZUG

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) der Bundesregierung fördert weltweit Klima- und Biodiversitätsprojekte. Die Ergebnisse sind gut dokumentiert, doch in der deutschen Öffentlichkeit kommen sie kaum an. Ohne öffentlichen Rückhalt wird internationale Klimafinanzierung in jeder Haushaltsdebatte zum leichten Ziel.

SAVE hat das IKI-Team und die ZUG gGmbH, die die IKI umsetzt, mit Indigenen Partner*innen und mit Menschen in einen Raum gebracht, die indigene Gemeinschaften in Brasilien finanziell unterstützen. Gleichzeitig beraten wir IKI und ZUG zu ihrer Social-Media-Strategie: Welche glaubwürdigen Stimmen, von Nachhaltigkeits-Creator*innen bis zu den Menschen in den Projekten selbst, erreichen Zielgruppen, die ein Ministerium allein nicht erreicht?

Der Anlass ist günstig: Die Entwaldung im brasilianischen Amazonas ist laut INPE zwischen 2022 und 2025 um rund die Hälfte gesunken, und IKI-geförderte Projekte zum Schutz indigener Gebiete sind Teil dieser Geschichte.

Luftaufnahme: gerodete Fläche neben intaktem Regenwald
Regenwald und Rodungsfläche im Amazonasgebiet

Weitere Themen

  • Plattformregulierung: ein Forderungspapier der deutschen Zivilgesellschaft zur Durchsetzung von Digital Services Act und Digital Markets Act, mit Fokus auf Bußgeldhöhen, Besteuerung und Berichtspflichten großer Plattformkonzerne.
  • Positive Kipppunkte in der Mobilität: Evidenz aus Ländern und Städten, in denen der Wandel bereits gekippt ist, für das Bundesumweltministerium.
  • Wendepunkt JETZT!: eine Kampagne, um Klimaanpassung und Vorsorgeprinzip im Grundgesetz zu verankern.
  • SAVE Impact Weekends: mehrtägige Treffen im Ecosia-Büro Berlin, bei denen Organisationen gemeinsam an Strategie und Finanzierung arbeiten.

Frühere Projekte

UN-Klimakonferenzen COP26 bis COP30

Wir haben internationale Changemaker*innen direkt auf den Konferenzen gestärkt: mit Back-Office-Infrastruktur für die Koordination teilnehmender Organisationen, mit Analysen wie dem Global Tipping Points Report für zivilgesellschaftliche Organisationen, mit „How to COP“-Briefings für Neulinge und mit Persona-Briefings und Lobbytrainings, etwa für die Global Youth Coalition. Unser Gründer war auf jeder UN-Klimakonferenz seit COP26.

Europäischer Green Deal und Europawahl 2024

Vor der Europawahl 2024 haben wir ein Klima-Briefingpaket zu den fünf größten Mitgliedstaaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen) für NGOs, Kampagnen und Kandidierende erstellt, eine Spitzenkandidatin auf die im Fernsehen übertragene Maastricht Debate vorbereitet und Gespräche zum EU-Emissionshandel mit vorbereitet.

Zuschauer im T-Shirt mit Aufschrift earth bei einer Konferenz
Delegierte auf dem Weg zu einem Termin bei einer UN-Klimakonferenz

Machen Sie das nächste Gespräch möglich.

Jede Spende finanziert Vorbereitung, Reisen zu Verhandlungen und die Zeit, die gute Verbindungen brauchen. Sie erhalten eine Zuwendungsbestätigung.